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| | 10.05.12 10.5. FILM DAS WEISSE RAUSCHEN (in deutscher Sprache)
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AT/DE 2001, 110 min.
Regie: Hans Weingartner
Darsteller: Daniel Brühl, Anabelle Lachatte, Patrick Joswig, Michael Schütz, Ilse Strambowski, Katharina Schüttler, Karl Dangullier
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Datum |
Uhrzeit(en) |
Saal |
| 10.05.12 |
20:00 |
Capitol 2 |
Filmreihe "Kino und Psychiatrie"
In Zusammenarbeit mit der EURAC Bozen und dem Südtiroler Sanitätsbetrieb, Gesundheitsbezirk Bozen.
Schon im Zug Richtung Köln ist Lukas merkbar aufgekratzt. Er hat beschlossen, zu seiner Schwester in die Wohngemeinschaft zu ziehen. Anfangs läuft alles nach Plan, ein Studentenleben, ein wenig orientierungslos noch, dafür reich an Partys, Drogen und netten Menschen. Dann beginnt Lukas’ Verhalten auffällig zu werden. An der Kinokasse weigert er sich hinzunehmen, dass er den falschen Tag gewählt hat, bei einem Ausflug hört er Stimmen im Kopf, die sich scheinbar gegen ihn verschworen haben. In einem ersten Schritt versucht er diese – ohne Erfolg – wissenschaftlich zu ergründen, bald hält er sie für real und schließt sich von seiner Umwelt immer mehr ab.
Das weiße Rauschen erzählt von einem Jugendlichen, der an Schizophrenie leidet. Der Regisseur wendet sich dabei hauptsächlich der Wahrnehmungsweise seines Protagonisten zu, er versucht einerseits, dessen Wahnvorstellungen zu simulieren, aber auch affektive Ausbrüche in ihrer Plötzlichkeit wie Körperlichkeit erfahrbar zu machen. Das innere Drama von Lukas, seine Weigerung, die Symptome anzuerkennen, seine zunehmende Isolation werden stets mit den Auswirkungen in einem konkreten Lebenszusammenhang konfrontiert.
Hans Weingartner widersteht der Versuchung, einen Themenfilm zu machen, er inszeniert keinen einseitigen Leidensprozess, sondern die Geschichte eines jugendlichen „Außenseiters“ der mit besonders schwerwiegenden Tatsachen erst einmal zu leben lernen muss.
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